Larry Coryell (* 2. April 1943 in Galveston, Texas) ist ein US-amerikanischer Jazzgitarrist.
Nach dem Studium zog Coryell nach New York City und wurde als Nachfolger von
Gábor Szabó Mitglied im
Chico Hamilton Quintett. In den folgenden Jahren spielte er in der Gruppe von
Gary Burton, bei
Herbie Mann und einer mit dem Saxophonisten
Jim Pepper gegründeten frühen Jazz-Rock-Band
The Free Spirits. Nach einem ersten Zusammenspiel mit
John McLaughlin und
Miroslav Vitouš gründete er 1973 seine Gruppe
The Eleventh House. Sein damaliges Spiel beeinflusste beispielsweise
Volker Kriegel.
Anschließend spielte er vorwiegend akustische Gitarre, beispielsweise im Duo mit Philip Catherine, mit dem er auch an Aufnahmen von
Charles Mingus teilnahm. Beide haben auch ein Album (Young Django, 1979) gemeinsam mit
Stéphane Grappelli und Niels-Henning Ørsted Pedersen aufgenommen. Mit John McLaughlin und Flamencogitarrist Paco de Lucia bildete er 1979 ein Trio, das in Europa auf Tour war (Videoaufnahme aus der Royal Albert Hall in London unter dem Titel "Meeting of Spirits"), bevor er wegen Drogenproblemen ausschied und durch
Al Di Meola ersetzt wurde.
Seit den 1980ern spielt Coryell wieder hauptsächlich E-Gitarre. In den letzten Jahren war er an Gitarrentrios mit
Badi Assad und
John Abercrombie sowie mit
Al Di Meola und
Biréli Lagrène beteiligt (Videoaufnahmen) und hat auch mit Elios Ferré gespielt. Er lebt heute in Kissimee, Florida.